
Eidgenössische Abstimmungen vom 25. September 2022
Ja zu AHV 21: Für eine nachhaltige Altersvorsorge
Geschätzte AGV-Mitglieder
Der Reformbedarf in der Altersvorsorge ist gross: Die Rentensumme in der AHV steigt seit Jahren stärker an als die Beiträge der Erwerbstätigen und Unternehmen. Dadurch zeichnen sich Finanzierungslücken ab. Auch in der zweiten Säule werden derzeit jährlich mehrere Milliarden Franken von den Erwerbstätigen zu den Pensionierten umverteilt.
Die finanzielle Schieflage wird sich mit der Pensionierung der geburtenstarken Jahrgänge in den nächsten Jahren weiter verschärfen, wenn nicht rasch Gegenmassnahmen ergriffen werden. Immer weniger Beitragszahler stehen immer mehr Bezügern gegenüber. Die Umverteilung von den Jungen zu den Alten wächst ständig. Das bisherige System ist aus der Zeit gefallen und unfair!
Das Problem: Während sich die Gesellschaft ändert, bleibt das System der Altersvorsorge weitgehend stehen. Als die AHV vor 74 Jahren eingeführt wurde, lag das Pensionsalter bei 65 Jahren – notabene auch für Frauen. Das Rentenalter hat sich seither nicht erhöht, ganz im Unterschied zur Lebenserwartung. Heute lebt ein 65-jähriger Mann sieben Jahre, eine 65-jährige Frau acht Jahre länger als bei der Einführung der AHV im Jahr 1948.
Eine Erhöhung und Flexibilisierung des Rentenalters ist unumgänglich und ein Schritt in die richtige Richtung.
Mit der IHK St. Gallen-Appenzell und den grossen Wirtschaftsverbänden empfiehlt auch der Vorstand des AGV Rheintal ein klares Ja zur Reform der AHV und auch zur hierfür notwendigen Zusatzfinanzierung durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer.
Mehr Informationen zur Vorlage finden Sie hier:
https://www.ihk.ch/ja-zu-ahv-21-f%C3%BCr-eine-nachhaltige-altersvorsorge
https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/abstimmungen/20220925/stabilisierung-ahv.html
Freundliche Grüsse
Thomas Bolt,
Geschäftsführer/Sekretär AGV Rheintal